Im digitalen Zeitalter setzen Cyberkriminelle immer raffiniertere Methoden ein, um Unternehmen anzugreifen. Spear-Phishing und Business Email Compromise (BEC) zählen zu den gefährlichsten Angriffsarten und zielen häufig auf Führungskräfte ab. Unternehmensleiter, die ihre Firmen schützen wollen, müssen über diese gezielten Angriffe informiert sein.
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Spear-Phishing: Gezielte Angriffe
Spear-Phishing bezeichnet das Versenden gezielter E-Mails durch Angreifer, um bestimmte Personen in einem Unternehmen zu täuschen. Im Gegensatz zu Massen-Phishing verwenden diese E-Mails Informationen, die aus sozialen Medien, Unternehmenswebsites oder früheren Datenlecks kopiert wurden, um authentisch zu wirken.
Ein Angreifer könnte sich beispielsweise als vertrauenswürdiger Kollege oder Abteilungsleiter ausgeben, um sensible Informationen zu erfragen oder den Empfänger zum Anklicken eines schädlichen Links zu verleiten. Solche E-Mails enthalten oft korrekte persönliche Angaben, was sie authentischer wirken lässt und die Erfolgschancen erhöht.
Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails: Clevere Tricks
BEC (Business Email Compromise) ist eine Art von Cyberangriff, bei dem Angreifer sich Zugang zu einem legitimen geschäftlichen E-Mail-Konto verschaffen oder dieses fälschen, um Mitarbeiter, Kunden oder Partner zur Geldüberweisung oder zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu verleiten. Solche Angriffe zielen häufig auf Führungskräfte oder Finanzmitarbeiter ab, die zur Durchführung von Überweisungen berechtigt sind. Eine gängige Methode besteht darin, eine E-Mail zu versenden, die angeblich vom CEO stammt und das Finanzteam zu einer dringenden und geheimen Transaktion auffordert. Das FBI hat über erhebliche finanzielle Verluste durch BEC-Betrug berichtet, was die Schwere dieser Bedrohung unterstreicht.
Die Bedrohungslandschaft für Führungskräfte
Hochrangige Führungskräfte sind Ziel solcher Angriffe, da sie über sensible Informationen verfügen und die Kontrolle über Gelder haben. Cyberkriminelle verbringen viel Zeit damit, das Online-Verhalten von Führungskräften zu überwachen und plausible Szenarien zu entwickeln, die deren Rolle im Unternehmen ausnutzen. Der Grund für den Erfolg dieser Angriffe liegt darin, dass die Kommunikation von Führungskräften als vertrauenswürdig gilt. Daher ist es äußerst wichtig, dass Führungskräfte wachsam sind.
Umsetzungsstrategien zur Schadensbegrenzung
Zur Bekämpfung von Spear-Phishing- und BEC-Angriffen müssen Führungskräfte Folgendes umsetzen.
1. Schulung zur Sensibilisierung für Sicherheitsthemen
Schulen Sie alle Mitarbeiter, einschließlich der Führungskräfte, regelmäßig darin, wie man Phishing-Angriffe erkennt und darauf reagiert.
2. E-Mail-Authentifizierungsprotokolle
Implementieren Sie Technologien wie DMARC, SPF und DKIM, um zu überprüfen, ob eingehende E-Mails legitim sind.
3. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) beim Anmelden an E-Mail-Konten und sensiblen Systemen, um eine zusätzliche Sicherheitsebene einzuführen.
4. Überprüfungsverfahren
Nutzen Sie Methoden, um die Rechtmäßigkeit von Finanzanforderungen zu überprüfen, insbesondere solcher, die erhebliche Beträge oder Änderungen der Zahlungsanweisungen betreffen.
5. Regelmäßige Prüfungen
Führen Sie regelmäßig Sicherheitsüberprüfungen durch, um Schwachstellen zu identifizieren und sicherzustellen, dass Sicherheitsrichtlinien vorhanden sind.
Schlussbemerkung
Spear-Phishing und Business Email Compromise (BEC) stellen erhebliche Gefahren für die Sicherheit von Unternehmen dar, insbesondere auf Führungsebene. Die Kenntnis dieser gezielten Angriffe und die Implementierung robuster Präventivmaßnahmen tragen wesentlich dazu bei, Ihr Unternehmen vor diesen raffinierten Cyberangriffen zu schützen.

