In Zeiten, in denen Ransomware-Angriffe häufiger, ausgefeilter und verheerender werden, können es sich Unternehmen nicht länger leisten, Datensicherungen zu vernachlässigen. Eine ransomwaresichere Backup-Strategie bedeutet nicht nur, Kopien der Daten zu haben, sondern auch, diese Kopien sicher, zugänglich und vor Verschlüsselung durch Angreifer geschützt zu halten.
Hier erfahren Sie, wie Sie einen zuverlässigen, ransomwareresistenten Backup-Plan erstellen, der Ihren Betrieb auch im Falle eines Cyberangriffs aufrechterhält.
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Warum herkömmliche Backups nicht ausreichen
Viele Unternehmen verlassen sich weiterhin auf lokale, permanent verbundene Backups, die denselben Ransomware-Angriffen ausgesetzt sind wie ihre primären Systeme. Angreifer suchen häufig nach Backup-Ordnern und verschlüsseln oder löschen diese, um ein Lösegeld zu erzwingen.
Um wirklich vor Ransomware geschützt zu sein, muss Ihre Strategie Folgendes voraussetzen:
- Das Netzwerk kann kompromittiert werden
- Lokale Systeme können verschlüsselt werden
- Menschliches Versagen ist möglich
Deshalb besteht der erste Schritt darin, von Bequemlichkeit auf Widerstandsfähigkeit umzuschwenken.
Führen Sie die 3-2-1-Backup-Regel ein (und verbessern Sie sie)
Die klassische 3-2-1-Regel besagt:
- 3 Kopien Ihrer Daten
- 2 auf unterschiedlichen Medien gespeichert
- 1 extern gelagert
Experten empfehlen jedoch, dies im Jahr 2025 auf eine 3-2-1-1-0-Strategie auszuweiten:
- 1 abgeschottete oder unveränderliche Kopie (offline oder manipulationssicher)
- 0 Fehler bei der Wiederherstellungsprüfung (reguläre Tests)
Unveränderliche Backups – gespeichert in einem Format, das für einen definierten Zeitraum weder verändert noch gelöscht werden kann – sind Ihre letzte Verteidigungslinie im Falle eines Ransomware-Angriffs.
Cloud-Backups mit Bedacht (aber Vorsicht) nutzen
Cloud-Speicher haben sich als gängige Backup-Lösung etabliert, sind aber nicht unfehlbar. Werden synchronisierte Ordner infiziert, können auch Ihre Cloud-Daten gefährdet sein. Verwenden Sie cloudbasierte Backup-Plattformen daher nur mit folgenden Maßnahmen:
- Versionskontrolle
- Ransomware-Erkennung
- Unveränderlicher Speicher
- Rollenbasierte Zugriffskontrolle
Und stellen Sie sicher, dass die Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Administratorkonten aktiviert ist.
Alles automatisieren und verschlüsseln
Automatisierte Backups reduzieren das Risiko menschlicher Fehler und gewährleisten den kontinuierlichen Schutz Ihrer Daten. In Kombination mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben Ihre Daten selbst bei Abfangen ohne Ihren Schlüssel unlesbar.
Vergessen Sie nicht, Backups sowohl im Ruhezustand als auch während der Übertragung zu verschlüsseln und die Verschlüsselungsschlüssel getrennt von den Backup-Dateien aufzubewahren.
Testen, Überwachen und Trainieren
Selbst das beste Backup-System ist nutzlos, wenn es im Ernstfall versagt. Testen Sie Ihren Wiederherstellungsprozess regelmäßig und simulieren Sie realistische Szenarien. Achten Sie auf ungewöhnliche Aktivitäten – wie das Überschreiben großer Datenmengen – und schulen Sie Ihr Team in Cybersicherheit und Wiederherstellungsprotokollen.
Schlussbetrachtung
Eine Backup-Strategie gegen Ransomware im Jahr 2025 erfordert vorausschauendes Denken, mehrstufige Verteidigung und die Vorbereitung auf den schlimmsten Fall. Durch die Kombination von Automatisierung, Unveränderlichkeit, Verschlüsselung und regelmäßigen Tests können Sie Ransomware-Angreifer überlisten und Ihre Daten – und Ihr Unternehmen – schützen.

